Filmarchiv · identities 2005 · 2.–10. Juni

identities 2005 – Neun Festivaltage über vier Wiener Spielstätten

Die Festivalausgabe 2005 lief neun Tage lang über vier Wiener Spielstätten, mit dem Filmcasino als Hauptspielort und einer Eröffnungsgala im Gartenbaukino. Unterstützt wurde sie von Falter, der Wiener Stadtzeitung.

Ein Regal mit Filmrollen und Negativhüllen im Archivbestand
Termin 2.–10. Juni 2005 Spielorte Filmcasino, Gartenbaukino, Top Kino, Schikaneder Kino Einzelticket € 7,50 Eröffnungsgala € 9,–

Eröffnung und Abschluss

identities 2005 eröffnete im Gartenbaukino mit D.E.B.S., der Highschool- Agentinnen-Komödie von Angela Robinson (USA 2004, 91 Min.). Die Abschlussgala im Filmcasino gehörte Cachorro (Bear Cub) von Miguel Albaladejo (Spanien 2004, 99 Min.), einer Tragikomödie über einen Bären, der plötzlich den Sohn seiner verstorbenen Schwester großziehen muss. Beide Filme rahmten damit ein Programm, das von großer amerikanischer Independent-Komödie bis zu spanischem Arthouse-Kino reichte.

Zum Ausklang der neun Festivaltage luden mehrere Wiener Locations zu eigenen Partys: die Schikaneder Bar zur „homoriental spezial“, das Ernst-Kirchweger-Haus zu „Queere Lieder für die Liebe“ und der Club Massiv zur gemeinsam mit FMQueer veranstalteten Abschlussparty. Das Top Kino selbst hatte während des Festivals eine eigene Bar and Lounge in Betrieb, mit thematisch wechselndem Programm von „French Movie Pop“ bis „Club Quote Spezial“.

Programm-Highlights 2005

Neben den beiden Galaabenden liefen im Hauptprogramm unter anderem diese Titel:

Eröffnungsfilm
D.E.B.S.Regie: Angela Robinson · USA 2004 · 91 Min.
Dokumentarfilm
Tying the KnotRegie: Jim de Sève · USA 2004 · 87 Min.
Essayfilm
Looking for LangstonRegie: Isaac Julien · Großbritannien 1989 · 45 Min.
Spielfilm
But I'm a CheerleaderRegie: Jamie Babbit · USA 1999 · 89 Min.
Spielfilm, Gala
My Summer of LoveRegie: Paweł Pawlikowski · Großbritannien 2004 · 86 Min.
Dokumentarfilm
TarnationRegie: Jonathan Caouette · USA 2003 · 88 Min.
Spielfilm, Gala
De-Lovely – The Cole Porter StoryRegie: Irwin Winkler · USA/Großbritannien 2004 · 126 Min.
Spielfilm
Brother to BrotherRegie: Rodney Evans · USA 2004 · 90 Min.
Spielfilm
Beautiful BoxerRegie: Ekachai Uekrongtham · Thailand 2004 · 116 Min.
Spielfilm
ProteusRegie: John Greyson, Jack Lewis · Südafrika/Kanada 2003 · 100 Min.
Dokumentarfilm
Katzenball (Feline Masquerade)Regie: Veronika Minder · Schweiz 2005 · 87 Min.

Katzenball gewann bei dieser Ausgabe gleich zwei Preise – den Internationalen Jurypreis und den Publikumspreis, jeweils für den besten Dokumentarfilm. Der eigene Archiveintrag zum Film führt Auszeichnungen, Kritikerstimmen und Handlung im Detail aus.

Eine Ausgabe der jungen Unabhängigkeit

2005 lag identities mitten in seiner ersten Phase als eigenständiges Festival: Seit 2003 lief es nicht mehr organisatorisch an die Viennale gebunden, sondern finanziert von der Wiener Kulturabteilung und vom Bund. Das Programm dieser Ausgabe zeigt, wie breit das noch junge unabhängige Festival bereits aufgestellt war – von großer Independent-Komödie über Berlinale-prämierte Dokumentation bis zu europäischem Arthouse-Kino, verteilt auf vier Wiener Kinos innerhalb von neun Tagen.

Häufig gestellte Fragen

Wann und wo fand identities 2005 statt?

Vom 2. bis 10. Juni 2005, mit dem Filmcasino als Hauptspielort, der Eröffnungsgala im Gartenbaukino sowie weiteren Vorstellungen im Top Kino und im Schikaneder Kino. Unterstützt wurde die Ausgabe von Falter.

Welcher Film eröffnete und welcher beendete das Festival?

D.E.B.S. von Angela Robinson (USA 2004) eröffnete im Gartenbaukino. Die Abschlussgala im Filmcasino zeigte Cachorro (Bear Cub) von Miguel Albaladejo (Spanien 2004).

Was kosteten die Tickets 2005?

Ein Einzelticket kostete € 7,50, die Eröffnungsgala € 9,–.

Welcher 2005 gezeigte Film hat einen eigenen Archiveintrag?

Katzenball, der Schweizer Dokumentarfilm von Veronika Minder, der bei identities 2005 sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis für den besten Dokumentarfilm gewann.