Maman est chez le coiffeur – Léa Pools Familiendrama aus Québec
Worum es in Maman est chez le coiffeur geht
Québec im Jahr 1966: Die Geschwister Élise, Coco und Benoît verbringen die Sommerferien zuhause. Als Élise das seltsame Verhalten ihres Vaters gegenüber seinem Golfpartner auffällt und ihre Mutter die Liebschaft erkennt, ist die Mutter nicht länger bereit, das Familienleben wie gewohnt aufrechtzuerhalten. Sie verlässt die Familie ohne weiteren Kommentar und geht als Journalistin nach London. Den Nachbarn gegenüber antworten die Kinder, die Mutter sei kurz beim Friseur.
Der jüngste Sohn Benoît reagiert auf den Verlust mit auffälligem Verhalten, Élise übernimmt die Beschützerrolle der Mutter. Der Film verbindet Elemente des Dramas und der Komödie und zeigt, wie die Aufdeckung der Homosexualität eines dreifachen Familienvaters das Familienleben auf tragische Weise verändert. Drehbuchautorin Isabelle Hébert verarbeitet darin eigene Kindheitserfahrungen. Gedreht wurde in der kanadischen Stadt Belœil.
Auszeichnungen und Archiveintrag
2009 gewann der Film den Publikumspreis der Solothurner Filmtage und den Publikumspreis des Göteborg International Film Festival. Dazu kamen zwei Prix Jutra, für den Film mit dem größten Erfolg außerhalb Québecs und für das beste Hairstyling, sowie der Vancouver Film Critics Circle Award für Marianne Fortier als beste Darstellerin in einem kanadischen Film.
Die frühere Filmseite von identities zu diesem Titel (Nr. 2654) wird in der deutschsprachigen Wikipedia als Quelle für die Auszeichnung in Göteborg genannt. Der Eintrag fasst die öffentlich dokumentierten Eckdaten des Films zusammen.