Filmarchiv · Nr. 2696 · Kurzfilm

Mann mit Bart – Maria Pavlidous deutscher Kurzfilm von 2010

Ein Regal mit Filmrollen und Negativhüllen im Archivbestand
Regie Maria Pavlidou Land/Jahr Deutschland 2010 Laufzeit 12 Min. Format DigiBeta PAL, Farbe Fassung OmeU, Österreich-Premiere

Worum es in Mann mit Bart geht

„Wenn du eines Tages heiratest, dann einen Mann mit Bart“, sagte Merals Großmutter ihr immer wieder, als Meral noch ein kleines Mädchen war. Mittlerweile ist sie erwachsen und eine pflichtbewusste Tochter, die sich liebevoll um die kranke Großmutter kümmert. Neben familiärer Pflicht und Tradition steht aber eine lebhafte Leidenschaft – gerade für Bärte und Anzüge –, die so gar nicht in Omas Vorstellung passt und deshalb zum Konflikt wird. Meral weiß nicht, wie sie ihrer Familie beibringen soll, welche Rolle Bärte in ihrem Leben spielen und dass es mit dem Heiraten wohl nichts wird. Ihr Vater ahnt bereits, dass etwas anders ist, als er einen Anzug und einiges mehr in Merals Zimmer findet.

Regie und Credits

Maria Pavlidou, geboren 1984 in Paderborn, tanzte während der Schulzeit Ballett, schrieb und malte, bevor sie ein Fachabitur in Gestaltung absolvierte. Nach mehreren Praktika zog sie 2006 nach Köln, studierte zunächst Medientechnik an der Fachhochschule Köln und wechselte 2008 an die ifs – Internationale Filmschule Köln, um dort Filmregie zu studieren. Zu ihren weiteren Filmen zählen Selbstgespräch (2007), Gebt der Avantgarde das Licht (2008), Kalt serviert (2009) und Darwin (2010). Buch: Ingrid Warnke-Kaltenegger. Kamera: Evin Bilmen. Schnitt: Benno Aselmeyer. Kostüm: Laurine Grzybinski, Katharina Wolf. Musik: Fabian Schulz. Produktion: Elisabeth Feltes. Entstanden an der ifs-Filmschule Köln.

Demet Fey·Ferhat Keskin· Zeynep Comak·Ghislaine Soissong

Mann mit Bart beim Festival identities

Mann mit Bart lief als Österreich-Premiere am 4. Juni 2011 um 12:00 Uhr im Filmcasino, eingeordnet in die Programmschienen Filmschulfilme, „Nebenan – Queere Kurzfilme Made in Germany“ und Transgender, Trans- und Intersexualität. Zuvor hatte der Kurzfilm bereits den Publikumspreis „Made in Germany“ beim LSF Hamburg 2010 gewonnen.