Lovesong – So Yong Kims vierter Film über Freundschaft und Begehren
Worum es in Lovesong geht
Sarah lebt mit ihrer kleinen Tochter auf dem Land und fühlt sich von ihrem beruflich ständig abwesenden Mann alleingelassen. Als Mindy, eine Freundin aus alten College-Tagen, zu Besuch kommt, brechen die beiden zu einem mehrtägigen Autotrip auf. An einem Abend mit viel Alkohol und sehr persönlichen Bekenntnissen knüpfen sie an intime Empfindungen an, die früher unausgesprochen blieben. Am nächsten Morgen ist die Nähe der Nacht einer Verkrampfung gewichen, und Mindy reist vorzeitig ab. Drei Jahre später treffen sich die Frauen wieder – auf Mindys Hochzeit.
Behutsam und oft nur mit Gesten, Blicken und Berührungen spürt der Film einer verborgenen Dynamik zwischen zwei Menschen nach, deren Gefühle für sich selbst zunächst unklar bleiben. Regisseurin So Yong Kim, eine mehrfach preisgekrönte koreanisch-amerikanische Filmemacherin, ist bekannt für ihren stillen, intimen Erzählzugang; zu ihren früheren Filmen zählen In Between Days (2006), Treeless Mountain (2008) und For Ellen (2012). Lovesong ist ihr vierter Spielfilm.
Kritik
„In Lovesong, einem zarten Herzensbrecher, geht es um Freundschaft und Begehren – und die verschwommenen Grenzen zwischen beiden.“
Jon Frosch, The Hollywood Reporter
„An insightful and superbly acted study.“
The Hollywood Reporter
Das deutsche Filmportal critic.de beschrieb eine Schlüsselszene des Films: Sarah (Riley Keough) und Mindy (Jena Malone) sitzen in einer Achterbahngondel, gemeinsam mit Sarahs dreijähriger Tochter. In der Nacht zuvor hatten sich die beiden Frauen betrunken, wie früher bei gemeinsamen Trinkspielen, und es kam zu einem vorsichtigen Kuss. Jetzt sitzen sie sich gegenüber, reden nicht, werfen sich aber vielsagende Blicke zu, deren Bedeutung beiden nicht ganz klar zu sein scheint – bis Mindy bald darauf Hals über Kopf nach New York zurückreist. „Alles konnte, aber nichts musste“, so critic.de.
Lovesong bei identities 2017
Lovesong war eine Official Selection beim Sundance Film Festival 2016 und hatte bei identities 2017 seine Österreich-Premiere im Hauptprogramm, gezeigt am 9. Juni um 20:00 Uhr im Filmcasino – gezeigt als DCP in der Originalfassung, mit einer Laufzeit von 85 Minuten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Lovesong?
Um Sarah und ihre alte Freundin Mindy, die während eines gemeinsamen Autotrips einer verborgenen Nähe nachspüren – und sich drei Jahre später, auf Mindys Hochzeit, wiederbegegnen.
Wer ist So Yong Kim?
Eine mehrfach preisgekrönte koreanisch-amerikanische Filmemacherin, bekannt für ihren stillen, intimen Erzählzugang. Zu ihren früheren Filmen zählen In Between Days (2006), Treeless Mountain (2008) und For Ellen (2012); Lovesong ist ihr vierter Spielfilm.
Wer spielt in Lovesong mit?
Jena Malone und Riley Keough in den Hauptrollen, daneben Brooklyn Decker, Amy Seimetz, Ryan Eggold und Rosanna Arquette.
Wie wurde Lovesong von der Kritik aufgenommen?
The Hollywood Reporter lobte den Film als „einsichtsvolle, hervorragend gespielte Studie“ über Freundschaft und Begehren. Das deutsche Filmportal critic.de hob die zurückhaltende Inszenierung der zentralen Achterbahn-Szene hervor, in der zwischen den beiden Hauptfiguren „alles konnte, aber nichts musste“.
Wann und wo lief Lovesong bei identities 2017?
Am 9. Juni 2017 um 20:00 Uhr im Filmcasino, im Hauptprogramm, als Österreich-Premiere.