Filmarchiv · identities 2007 · Vorjubiläum

identities 2007 – 14 Jahre Festival und 15 Jahre New Queer Cinema

Das Festival rahmte seine eigene Ausgabe 2007 als Vorjubiläum: 15 Jahre New Queer Cinema und 14 Jahre als Queer Film Festival in Wien. Zwei Jahre später, 2009, folgte die eigentliche Jubiläumsausgabe – 15 Jahre Festival, zusammenfallend mit 40 Jahren Stonewall.

Ein Regal mit Filmrollen und Negativhüllen im Archivbestand
Rahmung 15 Jahre New Queer Cinema · 14 Jahre Festival in Wien Premiere Transfamily, 14. Juni 2007, Top Kino

Österreich-Premiere: Transfamily

Am 14. Juni 2007 um 19:30 Uhr feierte Transfamily von Sabine Bernardi (Deutschland 2005) im Top Kino seine Österreich-Premiere, eingebettet in die Programmschiene „Anfänger?! – Filmschulfilme im Dialog“. Die Reihe zeigte Abschlussarbeiten und frühe Produktionen von Filmschulen und reihte den knapp 29-minütigen Dokumentarfilm damit neben andere Werke junger Regisseurinnen und Regisseure ein. Transfamily porträtiert Louis und Carsten, zwei Transmänner, die von ihrer Transition und ihrem Alltag danach erzählen – im eigenen Archiveintrag mit Handlung, Zitaten und Credits im Detail.

Hauptprogramm: Saving Face

Am 7. Juni 2007 um 20:30 Uhr lief Saving Face von Alice Wu (USA 2005) im Gartenbau Kino, in der Programmschiene „New (New) Queer Cinema“ und in Anwesenheit der Regisseurin. Der Film über eine junge Chirurgin und eine Tänzerin in New Yorks chinesisch-amerikanischer Community war 2005 Official Selection beim Sundance Film Festival und gewann beim Taipei Golden Horse Film Festival den Viewer's Choice Award.

Nebenprogramm: „[W] is for Women“

Parallel zur Festivalausgabe lief im Top Kino eine monatliche, frauenfokussierte Filmreihe desselben Veranstalters DV8-Film: „[W] is for Women“, von November 2006 bis Jänner 2007, jeden Monat ein kuratierter Film. Gezeigt wurden unter anderem Claude Chabrols L'ivresse du pouvoir (Frankreich 2006) mit Isabelle Huppert und Hans Christian Schmids Requiem (Deutschland 2006), für den Sandra Hüller bei der Berlinale 2006 den Silbernen Bären als beste Darstellerin gewann. Die Reihe lief neben der eigentlichen Festivalausgabe her, nicht als Teil ihres Programms – ein Beleg dafür, wie breit DV8-Film sein Programm über die zweijährliche identities-Ausgabe hinaus anlegte.

Häufig gestellte Fragen

Wie ordnete das Festival die Ausgabe 2007 selbst ein?

Als Vorjubiläum: 15 Jahre New Queer Cinema und 14 Jahre, in denen identities als Queer Film Festival in Wien lief. Die eigentliche Jubiläumsausgabe folgte erst 2009.

Welcher Film hatte 2007 seine Österreich-Premiere?

Transfamily von Sabine Bernardi (Deutschland 2005), am 14. Juni 2007 im Top Kino, in der Programmschiene „Anfänger?! – Filmschulfilme im Dialog“.

Gab es 2007 ein Programm abseits des Festivals selbst?

Ja: die monatliche Reihe „[W] is for Women“ im Top Kino, von November 2006 bis Jänner 2007, ebenfalls von DV8-Film veranstaltet, mit Filmen wie Claude Chabrols L'ivresse du pouvoir und Hans Christian Schmids Requiem.

Wer veranstaltete identities?

DV8-Film, seit der Festivalgründung 1993 durchgehend Veranstalter, sowohl der Festivalausgaben als auch begleitender Programme wie „[W] is for Women“.