Transfamily – Sabine Bernardis Dokumentarporträt zweier Transmänner
Worum es in Transfamily geht
Transfamily porträtiert Louis und Carsten, zwei Transmänner, die beide als Frauen geboren wurden und offen von ihrer Transition und ihrem Alltag danach erzählen. Louis ist mit seiner langjährigen Partnerin Christina verheiratet. Die beiden sind seit siebzehn Jahren ein Paar – kennengelernt haben sie sich, als Louis noch als Frau lebte und die Beziehung von außen als lesbisch gelesen wurde. Carsten lebt nach seiner Transition mit seinem Freund Ralf als schwules Paar zusammen; gemeinsam renovieren die beiden das Haus, in das sie einziehen werden.
Der Film lässt Louis, Carsten und Christina in eigenen Worten von ihrer Geschichte erzählen, ohne die Erzählung mit einer zusätzlichen Kommentarebene zu versehen:
„Das mussten die gesehen haben, dass mit mir irgendetwas anders ist. Aber die haben nichts gesagt … die dachten, das verschwindet irgendwann.“
Louis
„Es hat niemand gesagt: 'Bist du transsexuell?' – um Gottes Willen!“
Carsten
„Für mich war es keine Frau. Es war ein Mann mit weiblichen Formen.“
Christina
Regie und Credits
Sabine Bernardi, geboren 1974, war als Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin an mehreren Produktionen beteiligt, darunter GG 19 (Regie/Drehbuch, 2005/2006) und Geschäft mit Träumen (Produktion, 2005). Transfamily entstand 2005 an der Internationalen Filmschule Köln, bei der Bernardi Regie, Drehbuch und Produktion zugleich verantwortete. Kamera: Christopher Becker, Birgit Volk, Sabine Bernardi. Schnitt: Simone Geidl.
Transfamily beim Festival identities
Transfamily lief als Österreich-Premiere am 14. Juni 2007 um 19:30 Uhr im Top Kino, im Programm der Reihe „Anfänger?! – Filmschulfilme im Dialog“. Die Reihe zeigte Abschlussarbeiten und frühe Produktionen von Filmschulen und ordnete Transfamily damit thematisch neben anderen Dokumentarfilmen junger Regisseurinnen und Regisseure ein.