Filmarchiv · Nr. 2259 · Spielfilm

Saving Face – Alice Wus Debüt über eine chinesisch-amerikanische Liebe

Ein Regal mit Filmrollen und Negativhüllen im Archivbestand
Regie Alice Wu Land/Jahr USA 2005 Laufzeit 97 Min. Format 35mm, Farbe Fassung OmeU

Worum es in Saving Face geht

Die junge, erfolgreiche Chirurgin Wilhelmina „Wil“ Pang, Chinese American der dritten Generation in New York City, führt ein durchorganisiertes Leben zwischen Karriere und den wöchentlichen Pflichtbesuchen bei ihrer strengen Familie in Flushing, komplett mit den von ihrer Mutter organisierten Verkupplungsabenden. Bei einem dieser Abende lernt sie Vivian Shing kennen, Tänzerin aus gutem Hause – und wie Wil aus gutem Grund nicht auf der Suche nach einem Ehemann. Die beiden verlieben sich, doch die Situation wird komplizierter, als Wils verwitwete Mutter unerwartet schwanger wird, damit einen Skandal in der chinesischen Community auslöst und vom Familienpatriarchen vor die Tür gesetzt wird – und sich kurzerhand bei Tochter Wil einnistet.

Alice Wu verpackt ihr Spielfilmdebüt im Stil einer klassischen Screwball Comedy, verbindet darin aber explizit queere Sexualität und Ethnizität mit der Erfahrung chinesisch-amerikanischer Einwandererfamilien. Saving Face ist der erste unabhängig produzierte, später von Sony Classics gekaufte US-Kinofilm, in dessen Zentrum ein lesbisches asiatisch-amerikanisches Liebespaar steht.

Buch: Alice Wu. Kamera: Harlan Bosmajian. Schnitt: Susan Graef, Sabine Hoffmann. Musik: Anton Sanko. Mit: Michelle Krusiec, Joan Chen, Lynn Chen, Jin Wang, Guang Lan Koh, Jessica Hecht u. a.

Auszeichnungen und Kritik

Saving Face lief 2005 als Official Selection beim Sundance Film Festival und gewann beim Taipei Golden Horse Film Festival den Viewer's Choice Award sowie beim Toronto Lesbian And Gay Film And Video Festival (Inside Out) den Showcase Award for Best Feature Film or Video. Dazu kamen eine Nominierung für Breakthrough Director bei den Gotham Awards 2005 und eine Nominierung für Outstanding Film bei den GLAAD Media Awards 2006.

„Fresh and funny! Alice Wu shakes things up. A sweet, gentle comedy about love and culture clash.“

Jami Bernard, New York Daily News

„A tasty female variation on Ang Lee's The Wedding Banquet, graced with humor and charm. Joan Chen gives a splendid performance as the maddening but always human matriarch.“

Stephen Farber, Movieline's Hollywood Life

„Gentle and warmhearted. ... Chen's radiant performance, and the message about listening to your heart, make it a satisfying winner.“

Jeff Craig, Sixty Second Preview

Die Regisseurin: Alice Wu

Alice Wu wurde in San José, Kalifornien, geboren und aufgewachsen und lebt in New York City. Sie schloss ein Informatikstudium an der Stanford University ab, bevor sie 2002 bei ihrem Kurzfilm Trick or Treat Regie führte. Saving Face war ihr erster Spielfilm; danach bereitete sie das Projekt Foreign Babes in Beijing vor. Ihr eigenes Motto zum Film: „It's never too late to fall in love for the first time.“

Saving Face bei identities 2007

Saving Face hatte seine Österreich-Premiere im Hauptprogramm von identities 2007, in der Programmschiene „New (New) Queer Cinema“, am 7. Juni um 20:30 Uhr im Gartenbau Kino, in Anwesenheit von Regisseurin Alice Wu.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Saving Face?

Um die junge Chirurgin Wil Pang, die sich in die Tänzerin Vivian Shing verliebt, während gleichzeitig Wils verwitwete Mutter unerwartet schwanger wird und damit einen Skandal in ihrer chinesisch-amerikanischen Community in New York auslöst.

Wer ist Alice Wu?

Eine in San José geborene, in New York lebende Regisseurin mit einem Informatikstudium an der Stanford University. Saving Face war ihr Spielfilmdebüt, nach dem Kurzfilm Trick or Treat (2002).

Welche Auszeichnungen erhielt Saving Face?

Official Selection beim Sundance Film Festival 2005, den Viewer's Choice Award beim Taipei Golden Horse Film Festival, den Showcase Award for Best Feature Film or Video bei Inside Out Toronto, eine Nominierung für Breakthrough Director bei den Gotham Awards 2005 und eine Nominierung für Outstanding Film bei den GLAAD Media Awards 2006.

Wann und wo lief Saving Face bei identities 2007?

Am 7. Juni 2007 um 20:30 Uhr im Gartenbau Kino, im Hauptprogramm in der Reihe „New (New) Queer Cinema“, in Anwesenheit von Regisseurin Alice Wu.